Krisen sind oft Auslöser für Veränderungen - Jetzt heisse ich nicht nur Sturm, sondern ich hab auch Sturm in meinem Leben. Meine Mutter bekam die Diagnose Demenz und das Lebensmodell meiner Eltern ist dahin. Auch in meinem Unternehmen „Respekt Herr Specht“ gibt es Sturmwarnung. Ja, ich bin in einer Krise. Und ich mache Schluss.

Krise als Veränderungsimpuls. Ich zeige dir:

  • Wie die Situation meiner Eltern wie ein Brennglas wirkte
  • Warum ich mit meinem Unternehmen Schluss mache
  • Wo die Reise jetzt hingeht


"Wenn man dich kennt, denkt man: Dich kann kann nichts umhauen",

sagte eine Lieblingskundin zu mir.


Ist aber so.

Mein Leben war und ist stürmisch in letzter Zeit. Meine Mutter bekam im April die Diagnose "starke Demenz" und wurde dann rasend schnell zum Pflegefall. Und los ging das Organisieren – nicht nur für meine Ma, sondern auch für meinen Pa.
 
Das Leben kam immer wieder dazwischen. Ich sag nur die Stichworte: Pflegegrad beantragen, Krankenhausaufenthalte, geschützte Einrichtungen (Pflegeheim), geschlossene Einrichtung, Wohnungssuche für Pa, Hausverkauf, Corona, Pflegenotstand… Meine Eltern wohnen in Hannover – über 650 km entfernt.

Das Lebenskonzept meiner Eltern ist im A… .

Seit einem Monat ist meine Ma in vollstationärer Pflege. Das Haus, in dem sie 45 Jahre gelebt haben, wird jetzt verkauft. Mein Pa zieht zum 01.11.22 in eine kleine Wohnung, keine 50 m entfernt von meiner Ma.

Organisiert ist alles. 

Herz und Seele von uns allen sind nicht mitgekommen. Das wird dauern

Und ich?

HALLO, ICH BIN IN EINER KRISE

Viele essenzielle Fragen poppten hoch:

  • Wie und wo will ich leben? Mein Sohn wird nächstes Jahr 18 – das Nest bald leer.
  • Wovon werde ich im Alter leben? Ich werde 55 dieses Jahr.
  • Passt mein Job noch zu mir?
  • Und viele mehr.

Die Krankheit meiner Mutter und die Folgen für uns als Familie, wirkten wie ein Brennglas auf diese wichtigen Fragen. 

Ich bin ja von der Fraktion: nicht warten, machen! Und treffe eine erste Entscheidung...

ICH MACHE SCHLUSS MIT DEM SPECHT

Ich lieeeebe den SPECHT! Ich liebe dich Quereinsteiger in der Gastro! Ich liebe, was ich tue! Aber, seit dem späten Frühjahr habe ich mit meinem SPECHT gefremdelt. Unser Beziehungsstatus war kompliziert.

Hier noch drei weitere Gründe fürs Schlussmachen:

  • Vom Umsatzhoch ins Tal von fast gar nix. Nachfrage ist massiv eingebrochen seit dem 24.02.
  • Meine Zielgruppe der Quereinsteiger ist schwierig. Zum einen hat sie selten den Schmerzpunkt - Puuh, Gastrogründung ist ein komplexes Projekt, da hole ich mir Unterstützung – gefühlt. Somit war die Investitionsbereitschaft nie wirklich grandios. Und zum anderen hat sie jetzt noch mehr als früher, Zweifel, ob sie überhaupt gründen soll.
  • Auch die Nachfrage nach kostenlosem Input – z.B. Talkrunde „Soll ich jetzt wirklich gründen?“ – war mies. 42 Anmeldungen bei 2.500 Leuten in meinem Verteiler. Genauso wie die Rabatt-Sause, die nicht mal 1/3 des Umsatzes brachte, wie eine ähnliche Aktion Anfang des Jahres.

Das, was früher funktionierte funktioniert jetzt nicht mehr. Die Krise ist allgegenwärtig. Ich war sooo traurig - mein SPECHT. Ich bin mit dem SPECHT gestartet, um dich und andere Quereinsteiger auf ihrem Weg zur eigenen Gastro zu unterstützen. Mehr tolle Orte für uns von euch.

Jede Krise geht vorbei. 

Aber, mich führte das zu diesen Fragen und dann Antworten:

  • Wie kann und will ich mein Angebot, meine Kommunikation ändern?
  • Wie gross wird die Kaufbereitschaft meiner Zielgruppe in den nächsten 2 Jahren sein?
  • Wie geht es mir damit?

WIE WÄRE ES, WENN ICH MIT DEM SPECHT SCHLUSS MACHE?

Erste Gedankenspiele: Wie wäre es, wenn ich mit dem SPECHT Schluss mache?Ich habe Rotz und Wasser geheult. Trotzdem war ich ziemlich fix beim Beziehungsstatus: aus

Mit dem SPECHT habe ich mir meinen Traum verwirklicht: Ich unterstütze meine geliebten Quereinsteiger dabei ihren Traum von der eigenen Gastro zu verwirklichen und daraus ein profitables Business zu machen.

Aber nirgendwo steht geschrieben, dass ich nicht was anderes anfangen kann, wenn ich das nicht mehr will.

So habe ich mich ganz konkret gefragt:

  • Was wäre so schlimm, wenn ich mich von meinem Traum löse? Was macht das mit mir? Mit meinem engsten Umfeld?
  • Was, wenn ich noch mal von vorne anfange? Was anderes mache?

Ok, am Anfang waren diese Fragen scary. Und meine Antworten noch mehr.  Ich gebe auf. Bin ich jetzt gescheitert? Bin ich eine Versagerin?

"Du hast so viel Herzblut, Zeit und Geld in dein Herzensprojekt investiert. Willst du das wirklich aufgeben?"

sagten viele, denen ich von meinen Gedanken erzählte.

Aber, für mich lohnt es sich nicht, meine vergangenen „Investitionen“ gegen die aktuelle Situation aufzurechnen. Lange habe ich durchgehalten, bin drangeblieben. Habe Neues gelernt und nach Lösungen gesucht. Jetzt bin ich unglücklich, unzufrieden und sehe keine realistische Chance auf Änderung meiner geschäftlichen Rahmenbedingungen.

Ich halte nicht an Altem fest – am toten Pferd. Mein innerer Reifeprozess macht Fortschritte – sehr schnell.

Und dann entscheide ich mich. Ich gebe den SPECHT dran.

Drangeben statt Aufgeben

Irgendwo im Netz las ich den Begriff Drangeben. Drangeben mag ich viel lieber als Aufgeben. Klingt für mich viel positiver als Aufgeben. Denn mittlerweile geht es mir richtig gut mit meiner Entscheidung. Ich lasse den SPECHT hinter mir und bin frei für Neues.

MUT UND NICHT SCHWÄCHE

"Du bist der Hammer!!! Nicht nur, weil du all das, was gerade passiert, so meisterst, wie du es tust. Sondern auch weil du aus der Situation heraus das machst, was gerade zu dir passt und sich richtig anfühlt. 

Ich find das total mutig und deine Art, wie schon so oft, seehr inspirierend!"

sagte eine Klientin.

Sehe ich immer gar nicht so. Wenn ich aber nachdenke, ist Mut eine Eigenschaft, die mir schon immer nachgesagt wurde. Und wenn ich meinen Lebenslauf anschaue, stimmt das wohl. Sehr viele Veränderungen. Auch unbequeme, die ich so wollte, weil ich andere Ziele hatte, als man die sonst so hat und macht.

Als ich erst im engsten Freundeskreis und dann auch hier veröffentlichte, dass ich Schluss mache mit dem Specht, bekam ich viele viele verständnisvolle und unterstützende Nachrichten. 

Fast alle fanden meine Entscheidung mutig. Von Scheitern sprach nur einer.

Meine Trennung vom SPECHT verläuft für mich ähnlich wie die vier Trauerphasen nach der Trennung von einem geliebten Menschen:

  1. Verzweiflung
  2. Schmerz und Trauer
  3. Selbstreflexion und Neuorientierung
  4. Neuanfang

Die Phasen 1 und 2 habe ich schnell hinter mir gelassen. Da bin ich selbst überrascht. Jetzt bin ich in Phase 3 – der Selbstreflexion. Und jetzt mache ich das, was ich meinen Klienten bei einer beruflichen Neuorientierung auch immer mit auf den Weg gebe:

Mache eine Standortanalyse, bevor du dich beruflich neu orientierst

Ich starte in die Selbstreflexion - mit meiner ICH-Bilanz. Dafür habe ich 2010 mit meinem vorherigen Unternehmen dein copilot für berufliche neuorientierung, ein eigenes Instrument entwickelt - den ICH-Navigator® . Ich mache meine Standortanalyse und beantworte mir jetzt diese wichtigen Fragen:

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich?
  • Was will ich?

Und dann: Wie krieg ich, was ich will? Dann geht’s ab in Phase 4 – den Neuanfang.

ICH STARTE MEIN "PROJEKT NEUSTART" UND NEHME DICH MIT

Krisen sind oft Auslöser für Veränderungen, Anlass das Leben auf den Prüfstein zu stellen. So auch bei mir.

Offenheit und Klarheit zeichnen mich aus. Und so habe ich mir überlegt, dass ich dich mitnehme auf meine Reise - wenn ich mich mit 50plus – nicht nur beruflich neu orientiere. Ob’s klappt? Bestimmt. Wie es klappt? Keine Ahnung.

Ja, ich bin in einer Krise. Nicht nur beruflich. Meine Mutter hatte einen weiteren Demenzschub. Mein Vater ist ausgepowert mit seinen 86 Jahren. Nächste Woche zieht er in seine neue Wohnung. Auf der anderen Seite freut er sich auf das neue Normal: endlich muss er sich nicht mehr um das grosse Haus kümmern, hat wieder Zeit andere Leute zu treffen und sich auszutauschen. Er mag sich ein neues Auto kaufen. Und neue Anzüge und Schuhe. Das machen wir zusammen.

Und ich? Ja, ich bin zuversichtlich, dass ich beruflich was Neues Geiles finden werde. Auf dem Weg dahin werde ich mir aber auch die folgenden Fragen stellen:

  • Wie und wo will ich leben? Mein Sohn wird nächstes Jahr 18 – das Nest bald leer.
  • Wovon werde ich im Alter leben? Ich werde 55 dieses Jahr.
  • Und einige mehr

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Die schönsten Geschichten beginnen mit MUT!

Bettina Sturm ist Beraterin, Buchautorin und Bloggerin. Mit Mitte 50 schliesst sie ihr Unternehmen "Respekt Herr Specht" und macht sich auf die Reise der beruflichen Neuorientierung.
Sie lebt mit ihrer Familie in München und liebt third-wave Kaffee, Croissants und dunkle Schokolade. Und glücklicherweise denkt sie immer nur an gutes Essen.

  • Hola liebe Bettina,
    oh, das wird gut, da bin ich mir bei dir sicher. Sieh es wie ein Buch, es ist gelesen, du hast Follow-Up-Stories geschrieben, aber jetzt ist Zeit für deinen neuen Bestseller.
    Ich wünsche dir dafür alles Gute und jede Menge Energie.
    Apropos Energie: Einen besonderen Ort zum Auftanken hast du ja dieses Jahr kennengelernt 😎.
    Suerte,
    Doris

    • Liebe Doris,
      Danke für deine Wünsche. Die Analogie mit dem Bestseller mag ich. Und freu mich drauf. Wird spannend. An die Santanyí-Zeit denke ich gerne zurück. Euer Geburtstag war toll.
      Hasta luego!, Bettina

  • Puuuuuuh – was für ein Wirbelwind, der da durch Dein Leben fegt ❤️ 2005 wurde meine Mutter „quasi über Nacht“ dement … und ja, mein Herz, mein Hirn, meine Seele sind da auch nicht mitgekommen…
    Pass gut auf Dich auf! Und: auch wenn das neue Unternehmen vielleicht nicht Specht heißen wird – da wird ne Menge Specht drin sein.
    Ich bin gespannt und drückt Dir jetzt erst mal die Daumen für einen spannenden, aber nicht zerfetzenden Neufindungsprozeß ❤️
    Alles Liebe Frauke

    • Liebe Frauke,
      ohhh, deine Ma auch? Fast jeder, mit dem ich spreche hat Demenzkranke in der engsten Familie. Und alle sprechen davon, dass sie von heute auf morgen zu Pflegeexperten werden mussten.
      Danke für deine Wünsche. Derzeit liebe ich meine Zeit der Reflexion und neuen Erkenntnisse. Und ja, gerade gestern habe ich mit jemanden über erste Produkte gesprochen. Da war tatsächlich SPECHT drin, auch wenn’s nicht draufsteht.

      Herzliche Grüsse schickt dir Bettina

  • Hui, was für ein starker Blogartikel! Danke für Deine Offenheit und dass Du mich mit auf Deine Reise nimmst. Ich erinnere mich an meine Mutter, die ebenfalls dement und schwer krank war – es ist nicht einfach, die eigenen Eltern leiden zu sehen.
    Ach, ich drücke Dir einfach sämtliche Daumen, dass es ein guter Neustart wird!

    Herzensgrüße, Anja

    • Liebe Anja,
      der Start vom Neustart läuft gut. Mache gerade meine eigene Standortanalyse als Status für mein „Projekt Neustart“. Selbst-Reflexion finde ich immer wieder aufschlussreich. Eine spannende Erkenntnis habe sich schon: 2 meiner grössten Stärken konnte ich bislang in meinen Businesses – habe ja schon 2x gegründet – gar nicht so richtig zum Funkeln bringen.

  • Liebe Bettina, Respekt, wie du diese Entscheidung getroffen hast. Du hast es dir nicht leicht gemacht damit. Davon können viele Unternehmer:innen lernen. Zu erkennen, wann es gut ist, gehört ja zu den schwierigsten Aufgaben. Ich wünsche dir jetzt viel Kraft für die anstehenden Aufgaben in der Familie und dann viel Freude für den Neustart. Berufliche Neuorientierung ist ja deine Paradedisziplin. Ich bleibe neugierig dran 🙂 Liebe Grüße Maren

    • Liebe Maren,
      ja, den SPECHT habe ich geliebt. Die Liebe zur Gastro und den leidenschaftlichen Quereinsteigern bleibt. Letzte Woche hat gerade wieder eine Kurs-Teilnehmerin ihre Gastro eröffnet.
      Ich bin so froh, dass ich die Entscheidung gefällt habe. Schon jetzt habe ich wieder mehr Freude in meinem Leben. Meine Selbst-Reflexion ist im vollen Gange und ich bin gespannt, wo die Reise hinführt.
      Morgen gehts erst mal wieder zu meinen Eltern nach Hannover.

  • Liebe Bettina, da hat Dich das letzte halbe Jahr ordentlich durchgerüttelt! Ich bin beeindruckt von der Klarheit, mit der Du Dich vom Specht verabschiedest. Liebe Grüße und viel Erfolg, Eva

    • Danke, und ich bin auch gespannt, wo meine Reise mich hinführt und welche Etappen ich dabei zurücklegen werde. Für mich war der Schlüssel tatsächlich die Frage: „Was wäre wenn ich den SPECHT schliessen würde?“ Die Frage habe ich mir immer wieder gestellt und dann war die Entscheidung irgendwann da.

  • Mut, ja. Immer. Da bin ich voll dabei. Danke für Deine Offenheit, und toll, dass Du Dich nicht traurig zurückziehst. (Ok, das hätte ich mich auch ehrlich überrascht.) Bin gespannt, wie’s weitergeht.

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